Kaltarbeitswerkzeug Stahl

Kaltarbeitsstahl ist eine kohlenstoff- und chromreiche Legierung, die für die Herstellung von Werkzeugen zur Materialformung bei Raumtemperatur entwickelt wurde. Seine optimierte Zusammensetzung (typischerweise 1.0–2.3 % C, 5–13 % Cr mit Molybdän-/Vanadiumzusätzen) gewährleistet außergewöhnliche Verschleißfestigkeit und Dimensionsstabilität unter hohem Druck. Durch präzise Wärmebehandlungszyklen, die eine Härte von 58–64 HRC erreichen, behält er die Schneidkantenintegrität bei Kaltumformungsvorgängen wie Stanzen, Scheren und Extrudieren. Die angelassene martensitische Mikrostruktur bietet eine Druckfestigkeit von über 2,500 MPa und ist gleichzeitig absplitterungsbeständig. Zu den industriellen Anwendungen gehören Präzisionsstanzwerkzeuge, Schlitzmesser und Gewinderollwerkzeuge, die minimale thermische Verformung erfordern. Dieser Spezialstahl verlängert die Werkzeuglebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Legierungen um das 3- bis 5-fache, insbesondere in abrasiven Umgebungen mit anhaltender mechanischer Belastung.